Die Historie des LZ-Häger

Die Gründung

Die Geburt der „Bleeker Feuerwehr“ wie sie damals hieß war 1883 kein leichtes Unterfangen: Die Mannschaft um den ersten Hauptmann Friedrich Gießelmann musste zuerst all die „kleinen“ Dinge einer funktionierenden Feuerwehr organisieren. Das galt besonders die Beschaffung von Gerätschäften.

Zuvor waren Landwirte und Bürgen verpflichtet gewesen, Löscheimer und Brandhaken vorzuhalten, um im Falle eines Feuers helfen zu können, aber das war eben noch keine richtige Feuerwehr.

Frühe Bewährungsprobe

Die junge Hägeraner Wehr hat bereits im Jahr nach der Gründung, am 18. März 1884 ihre erste große Bewährungsprobe mit Bravour bestanden. Die Kameraden wurden zu einem Großbrand gerufen. Amtmann Mensing notierte danach in einem Schreiben an die Versicherung: : „Bei der hierselbst stattgefundenen Feuersbrunst, durch welche 3 Wohngebäude trotz aller Anstrengungen in Asche gelegt wurden, ist es besonders der Feuerwehr der Bauernschaft Blecke im hiesigen Amtsbezirk gelungen, das bei Ihnen versicherte Gebäude des Uhrmachers Aufderheyde zu retten. Wäre die Bleeker Feuerwehr, 25 Mann stark und mit einer tüchtigen Spritze versehen, nur 15 Minuten später angelangt, so würde auch das Aufderheydesche Wohnhaus nicht zu retten gewesen.“.

Im 2. Weltkrieg war auch die Feuerwehr Häger Teil der Feuerwehrbereitschaften, die zur Bekämpfung der Feuer nach Luftangriffen gegründet worden waren.

Das erste Gerätehaus war der Hof Scheele hinter der Kirche. Dort wurde auch der nach dem 2. Weltkrieg beschaffte Tragkraftspritzenanhänger mit Motorspritze untergebracht. Im Einsatz oder bei Übungen wurde der Anhänger hinter den nächstbesten Traktor oder eines der damals wenigen Autos gehängt.

Das erste Fahrzeug

Im Jahr 1956 wurde das erste Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt. Das neue Löschgruppenfahrzeug 8 mit Opel Blitz-Fahrgestell und Tragkraftspritzenanhänger war auf dem Hof Gießelmann untergebracht.

1973 wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung aus der Freiwilligen Feuerwehr Häger der Löschzug Häger der Freiwilligen Feuerwehr Werther.

1975 wurde das Tanklöschfahrzeug 16 als erstes wasserführendes Fahrzeug übergeben.

Da beide Fahrzeuge nicht auf dem Hof Gießelmann untergestellt werden konnten, wurde für das Löschfahrzeug eine Halle eines Busunternehmens angemietet.

Gerätehaus in Eigenbau

Erst 1982 wurde nach vielen Diskussionen mit dem Bau eines Feuerwehrgerätehauses begonnen. Nach dem Baubeginn am 6. Oktober wurde am 22. Oktober der Grundstein gelegt – und schon 4 Wochen später Richtfest gefeiert. Am 29. April 1983 wurde das Gerätehaus nach nur sieben Monaten Bauzeit feierlich eingeweiht. Die Fahrzeuge des Löschzuges fanden ihr neues Zuhause.

Das Gerätehaus wurde übrigens weitestgehend in Eigenleistung errichtet.

Im Jahr 2003 wurde das Gerätehaus um einen Anbau für den Schulungsraum erweitert. Ebenfalls wieder fast ausschließlich in Eigenarbeit,

2007 kam die erste Frau in den Löschzug.

Neue Technik und neue Aufgaben

Der Fahrzeugpark wurde laufend erneuert, auch ein Mannschaftstransportfahrzeug gehört dazu.

Durch die Stationierung von bundeseigenen Löschfahrzeugen (LF16 TS, abgelöst durch das LF20 Kats) ist der Löschzug auch Teil der ABC-Einheit des Kreises Gütersloh.

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